Ein kleines Geständnis…

Ich habe hier lange nichts mehr geschrieben. Das liegt daran, dass ich einfach viel zu viel um die Ohren hatte. Mein Fernstudium läuft gut und nun möchte ich langsam anfangen, mein Leben wieder etwas besser in den Griff zu bekommen. Normal schreibe ich ja über allgemeine Themen auf meinem Blog Frozens Corner. Aber eigentlich sollte dieser hier das Thema Abnehmen und gesunde Ernährung beinhalten. Naja – dann schreibe ich nun eben ab heute 2 Blogs 😉 Ich möchte hier nun spezifische Themen ansprechen. Ich werde allerdings auch persönliche Erfolge und auch Niederlagen publizieren. Denn davon hatte ich in letzter Zeit so einige. Machen wir es kurz – ich bin zu dick. Aber das wisst Ihr ja schon. Ich glaube, dass ich Euch das schon vor einiger Zeit geschrieben habe.  Ich möchte Euch heute ein bisschen was erzählen. Was nun kommt, wird ein kleines Geständnis. 

Eine kleine Bestandsaufnahme

Mein Geständnis: Das letzte Jahr war hart und ich habe nicht viel getan. Weder für mich, noch für meine berufliche Zukunft. ich habe einfach nur in den Tag gelebt und immer gehofft, dass er schnell wieder vorbei ist. Das letzte Jahr war eine Katastrophe und zwar direkt ab Ende Januar. Da fing das ganze an und es entwickelte sich zu einer Katastrophe. Da ich auch ein Frust(fr)esser bin, habe ich leider statt abgenommen weiter zugenommen. Nicht viel… es sind wirklich nur ca. 5 Kilo, die ich im Laufe des letzten Jahres zugelegt habe. Aber für mich ist es jetzt wirklich genug. Allerdings mache ich keine Crashkur oder so mehr. Ich will mich nicht von irgendwelchen Shakes, Suppen oder sonstigen Diätquatsch ernähren. Ich weiß, wie es geht und das wird jetzt umgesetzt. Nach und nach versteht sich.

Man muss an sich glauben – Dass ist das Geheimnis!

Ich habe lange gegen mich selbst gekämpft. Mich und mein Aussehen gehasst. Mich nicht akzeptiert, wie ich bin. Nicht verstanden, warum ich so bin. Ich habe ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn ich gegessen habe. Jedes Mal! Ich habe mich hängen lassen. Egal, ob es mein Aussehen betrifft oder eben das Essen. Ich habe ab und an gedacht: Ach, jetzt ist es auch egal… Und dann habe ich mich wieder zurück in mein Schneckenhaus verzogen. Aber es gab auch Momente, die mir die Augen geöffnet haben.

Ich hatte keine Kondition mehr…

Ich bin trotzdem weiterhin spazieren gegangen. Allerdings gehen wir fast immer den gleichen Weg. Als es einmal anfing zu regnen (eher zu schütten), sind wir schneller gegangen. Als ich dann zuhause angekommen bin, dachte ich, mir würde jemand das Herz aus der Brust und die Lunge aus dem Hals reißen. Kein schönes Gefühl und dabei war ich mal richtig fit. Ich musste mir gegenüber endlich mal ehrlich werden und gestehen, dass ich faul war. Dass ich mich in mein Schneckenhaus verkrochen habe und nichts mehr für mich getan habe. Dass ich mich etwas gehen lassen habe. Ich wollte es erst nicht wahr haben aber es ist wirklich so.

Viele Tränen und noch mehr Gedanken…

Mir wurde erst vor Kurzem bewusst, was ich mir selbst angetan habe. Nicht nur, dass ich mich zum teil gehen lassen habe, nein! Ich habe angefangen, mich selbst zu hassen. Und das ist das Schlimmste, was man machen kann. Man muss an sich selbst glauben. Sich selbst lieben (mögen ist auch schon ein guter Anfang) und man darf nicht resignieren. Ich war fix und fertig. Fühlte mich noch schlimmer als vorher und habe dann den Entschluss gefasst, dass ich endlich anfangen muss. Nein, nicht mit einer Diät oder so. Sondern damit, mich endlich weider zu spüren. Zu leben! Und mich auch zu mögen. Die Selbstliebe kommt hoffentlich auch mit der Zeit wieder zurück. Ich lerne, normal zu essen und das ohne schlechtes Gewissen. Auch nicht so viel, dass es weh tut. Und Diät wird auch keine mehr gemacht. Ernährungsumstellung ist okay. Vor allem muss ich meinen Schokoladenkonsum etwas reduzieren (der war mein Seelentröster schlechthin in den letzten Monaten).

Bewegung und viel Liebe!

Mein Geständnis kennt Ihr ja jetzt. Ich habe also zugenommen, mich selbst gehasst, das Essen gehasst, oft hatte ich ein schlechtes Gewissen und ich fühlte mich irgendwie schrecklich. Ich bin jetzt aber dabei, einiges zu ändern. Dazu gehört auch Bewegung und ganz viel Liebe. Vor allem auch Selbstliebe. Da ich mich selbst nicht liebe, fange ich einfach mal damit an, mich selbst zu mögen.

Eine kleine Reise beginnt…

Ich denke, dass nun (m)eine kleine Reise beginnt. Eine Reise, die ich gehen möchte. Eine Reise zu mir selbst. Wie will ich überhaupt sein? Was will ich dafür tun und vor allem stellt sich mir die Frage, werde ich mich je wirklich lieben können? ich denke schon. Ich versuche optimistisch zu denken.

Wie will ich überhaupt sein? Nun ich wäre einfach gerne etwas leichter. Nicht zu viel… einfach nur etwas. Ich muss kein Idealgewicht haben. Ich hätte gerne ein Wohlfühlgewicht. Wo das liegt, kann ich Euch gar nicht sagen. Aktuell zeigt die Waage mir 91,1 Kilo bei 1,72 Meter an. Das ist schon eine Hausnummer. Darum setze ich mir erst einmal das Ziel, unter die 90 zu kommen. Vielleicht schaffe ich es ja irgendwann so an die 80. Ein Wunsch von mir wären die 70 Kilo. Aber wenn ich bei 80 Kilo bin und mich damit wohlfühle, darf es auch dabei bleiben. ich bin 40 Jahre alt, Mama und habe einen tollen Ehemann. Ich will nicht auf den Laufsteg und auch nicht ins Fernsehn. Mein YouTube Kanal reicht mir schon 😉 Ich möchte mich auf jeden Fall mögen. Das ist mir ganz wichtig und ich hätte gerne wieder anständig Kondition.

Was will ich dafür tun? Das ist eigentlich die Frage aller Fragen. Was bin ich bereit zu tun und was werde ich tun… Nun, die Antwort darauf fällt mir eigentlich leicht. Ich werde mich mehr bewegen und bin schon seit einiger Zeit ganz fleißig dabei. Ich werde essen, auf was ich Lust habe aber nicht mehr so viel, dass mir schlecht wird oder dass es anfängt, weh zu tun. Ich möchte das Essen nicht mehr als einen Feind betrachten sondern auch genießen können. Ich möchte nicht mehr essen, wenn es mir nicht gut geht, ich Angst habe oder wenn ich traurig bin. Und: ich werde hier regelmäßig schreiben, wie es mir geht, was ich geschafft habe und wie ich mich fühle.

Eure Yvonne

 

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